Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt
Neubau für Gestaltung und Informatik
Wettbewerb: 2004 - 1. Preis
Bauzeit: 2009 - 2011
Gesamtleitung: Eckhard Gerber
Wettbewerb: Prof. Eckhard Gerber, Arnold Brückner, Kirstin Fried, Manuela Perz, Marius Puppendahl, Siegbert Hennecke u.a.
Projektleitung: Jens Haake, Markus Nabrotzki, Martin Riechel
Bauleitung: Barbara Breitenbach, Paul Pfeuffer
Mitarbeiter: Elisabeth Bruns, Simone Saul, Frank Degenkolb, Heinz Dieter Schaake, Lucy Murawski, Keith Stoltenfeldt, Soudabeh Zerangi u.a.
Bauherr: Freistaat Bayern vertr. durch das Staatliche Bauamt Würzburg
BGF: 18.283 m²
BRI: 74.963 m³
Die Fachbereiche Gestaltung, Informatik, Wirtschaftsinformatik und E-Commerce der Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt haben einen großzügigen neuen Campus erhalten. Die besondere, sehr schöne landschaftliche Situation des Grundstücks am Sanderheinrichsleitenweg mit seiner Hanglage ist Ausgangspunkt für den Dialog zwischen Architektur und Landschaft und bildet den wesentlichen Ansatz für das Entwurfskonzept, mit dem das Büro Gerber Architekten 2004 den Wettbewerb gewonnen hatte.
Die Hochschule ist in einen großräumigen landschaftlichen Zusammenhang gestellt und mit zwei verschränkten L-förmigen Baukörpern über einem zweigeschossigen Sockel in die Hanglandschaft eingebettet. Die Gebäudewinkel umschließen einen offenen Innenhof. Durch die Aufständerung des südlichen Gebäudewinkels bietet sich ein Blick über den südlich gelegenen Talkessel in die Weite der Landschaft.
Unterschiedlichste Raumangebote mit vielfältigen Verknüpfungen zwischen innen und außen tragen zum intensiven Kommunizieren bei, so dass ein attraktiver Ort für Lehre und Forschung, Kommunikation und Kreativität entstanden ist.
Die Fassaden sind in Sichtbeton, sowohl in Ortbeton als auch mit Betonfertigteilen, mit einer innenliegenden Kerndämmung in außergewöhnlich guter Qualität ausgeführt. Die helle Einfärbung und angenehme Anmutung des Betons ist eine regionale Referenz: Bei der Betonherstellung wurde ockerfarbener Mainsand als Zuschlag verwendet.
Das Dach ist als extensiv begrüntes Flachdach ausgeführt und wird kurzfristig mit Photovoltaikanlagen ausgebaut.
Fotos: Dieter Leistner
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