Messe Saigon, Vietnam
Ho Chi Minh City Exhibition and Convention Center
Wettbewerb: 2005
Entwurf: Eckhard Gerber
Mitarbeiter: Hannes Beinhoff, Olaf Schüler u.a.
Bauherr: Saigon Tourist Holding und Phu My Hung Corporation
BGF: 225.000 m²
BRI: 1.546.000 m³
Drei Elemente bestimmen im wesentlichen die Gestalt der neuen Messe: Neben den vier gleich großen Hallen mit ihren einprägsamen Tonnendächern, von denen die höchste als Multifunktionshalle dient, dominieren die drei weithin sichtbaren Hochhäuser die Anlage. Die großzügige Messeloggia verbindet die Hallen mit den Büro- und Hotelhochhäusern sowie dem Kongresszentrum und formuliert mit einem weit ausladenden Vordach eine repräsentative Eingangssituation.
Die Messehallen und Hochhäuser korrespondieren in ihrer Großmaßstäblichkeit mit der Bebauung entlang des achtspurigen Saigon South Parkway. Um jedoch auf die Maßstäblichkeit der übrigen, die Messe umgebenden Straßenzüge angemessen reagieren zu können, werden so genannte City-Kolonnaden vorgeschlagen, die die Hallen an drei Seiten umfassen und Platz für Büros, Läden, Cafés und kleine Ausstellungen bieten.
Die Aussteller erschließen die Messehallen von der rückwärtigen Seite und den zwischen den Hallen angeordneten Verkehrsflächen. Unabhängig davon erreichen die Besucher die Hallen über die dreigeschossige Messeloggia, die geprägt ist von einem großzügigen glasüberdeckten Luftraum in ihrem Zentrum und einem „Landschaftsband“, das sich mit den grünen Höfen zwischen den Hochhäusern verbindet. In den oberen Geschossen der Messeloggia sind Restaurants, Konferenzräume und Flächen für die Verwaltung vorgesehen.
Die Hallen selbst sind so angelegt, dass sie flexibel, je nach Größe der Ausstellung, kombiniert werden können und Platz für eine große oder bis zu acht kleinere Messen bieten. Ihre 80 m weit spannenden Tonnendächer lagern seitlich auf Betonkuben auf, in denen Neben- und Technikräume untergebracht sind. Die verglasten Zonen dazwischen dienen als Einfahrten für LKW und werden im Dach als Glasbänder fortgeführt, die die Hallen nicht nur mit Tageslicht versorgen, sondern sie gleichzeitig strukturieren.