RWE Tower - Dortmund
Gutachten: 2001
Bauzeit: 2003 - 2005
Entwurf: Eckhard Gerber
Projektdirektor/Projektleiter: Jens Haake, Rolf Knie
Mitarbeiter: Thomas Helms, Susanne Kreimeyer, Gerd Gröschl, Markus Petry, Nils Kummer, Juana Grunwald, Stefan Lemke, Hans-Christoph Bittner, Petra Luis, Holger Heltewig, Simone Saul, Keith Stoltenfeldt, Birgit Hassenteufel (LA) u.a.
Bauherr: DIAG GmbH & Co. KG II
BGF: 27.300 m² (ohne Tiefgarage)
BRI: 103.000 m³ (mit Tiefgarage)
Mit dem 22-geschossigen Hochhaus am Platz von Amiens im Zentrum Dortmunds gelingt eine Arrondierung der städtebaulich bisher unbefriedigenden Situation zwischen Hauptbahnhof und Innenstadt. Die neue Komposition mit den beiden vorhandenen Hochhäusern trägt zur Verdichtung und Belebung des Umfeldes bei, während der linsenförmige Grundriss und seine Diagonalstellung auf dem Grundstück das bestehende Wegegeflecht stärken, so dass interessante stadträumliche Beziehungen entstehen.Aus der Linsenform herausdrehend entwickelt sich im Erdgeschoss eine um das Hochhaus herumführende, eingeschossige Bebauung. Sie umhüllt einerseits die Rampen zur Tiefgarage und bietet andererseits Platz für Läden und ein Café. Im weiteren Verlauf um das Gebäude herum löst sie sich im Nordosten, am Platz von Amiens, in ein gläsernes Vordach auf, das den Haupteingang des Hochhauses markiert.Aufgrund des mittig angeordneten, aussteifenden Betonkerns, der alle vertikalen Erschließungselemente und Nebenräume beinhaltet, liegen alle Büroräume stützenfrei an den Fassaden und werden natürlich belichtet. Die Linsenform erlaubt dabei im Gegensatz zur Ellipse eine pragmatische, nahezu orthogonale Raumaufteilung. Statt einer Ganzglasfassade sorgen Einzelfenster, die sich in allen Büros öffnen lassen, für ein angenehmes Innenklima und große Transparenz. Sie sind nicht nur bestimmender Teil des wirtschaftlichen und ökologischen Energiekonzepts, sondern gliedern zudem die gebogenen Fassaden, deren schmale Pfeiler und niedrige Brüstungen mit dunklem, poliertem Granit verkleidet sind. Den oberen Abschluss des Hochhauses bildet ein asymmetrischer Keilausschnitt mit zwei nach innen abfallenden Pultdachflächen, von denen die höhere und stärker geneigte als Glasdach ausgebildet ist. Darunter befindet sich das bis zu 17 m hohe Bistro mit einer Galerie entlang des Kerns. Der Hochpunkt des oberen, gebogenen Fassadenabschlusses liegt etwa 90m über dem Erdboden, mit Antenne ist das Hochhaus insgesamt 100m hoch.
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