Kopfbauten Weltquartier Wilhelmsburg

Städtebau

Der Entwicklungsstadtteil Wilhelmsburg liegt zwischen den beiden Elbarmen Norderelbe und Süderelbe-Köhlbrand im Hamburger Stadtgebiet. Das Quartier im südlichen Reihersteigviertel ist geprägt durch eine traditionelle Arbeitersiedlung aus roten Backsteinbauten der 1930er Jahre in dreigeschossiger Zeilenbauweise mit roten Satteldächern, die ebenfalls im Rahmen der IBA modernisiert wurde. Die überaus hohe Qualität der bestehenden städtebaulichen Struktur führte dazu, dass die baulichen Grundelemente des Bestandes aufgenommen, in den skulpturalen Kopfbauten weiterentwickelt und neu interpretiert wurden. Dabei wird die Einheitlichkeit des Gesamtquartiers besonders durch den Einsatz des mit dem Bestand harmonisierenden Backsteins betont und gestärkt.

Die sogenannten Torgebäude bilden den nördlichen Eingang des Weltquartiers und schließen den Blockrand damit logisch ab. Die Gebäudefluchten der Neubauten nehmen die der Bestandsbebauung auf. Durch den leichten Rücksprung des U-Hauses konnte entlang der Neuhöfer Straße eine Platzsituation ausgebildet werden, die im Zusammenhang mit den Gebäudeauskragungen die städtebauliche Einleitung in das Quartier definiert. Das viergeschossige U-Haus mit seinem asymmetrischen Satteldach und der Neubau des T-Hauses, sechsgeschossig im vorderen und viergeschossig im hinteren Bereich, reagieren auf die Bauten an der Veringstraße und den benachbarten Energiebunker. Die vorderen Überhöhungen der beiden Kopfbauten dienen aus städtebaulicher Sicht als Orientierungspunkt für die gesamte Umgebung und als Auftakt zum Weltquartier.

> Architektur

Parkanlagen

Zentrales Element des Weltquartier-Areals ist der Grünzug zwischen Weimarer Straße und Veringstraße. Diese innere, parkähnliche Grünzone ist eine der wichtigsten Potentiale der Gesamtanlage. Sie bietet Großzügigkeit und Durchgängigkeit und findet ihren Abschluss im U-Haus. Dadurch, dass die Kopfgebäude den Blockrand schließen, erhält der Innenhof eine höhere Intimität und trägt somit zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität für die Nutzer bei. Eingespannt zwischen dem Torhausplatz im Norden und dem Welthandelsplatz im Süden, wird er als zusammenhängender Raum gefasst und vereint die verschiedenen Nutzungsansprüche sowohl innerhalb der Gemeinschaftsflächen als auch der halb öffentlichen inneren Freiräume.Der vorhandene Baumbestand wird in das Freiraumkonzept integriert.

Jedem Bewohner wird die Möglichkeit zugesprochen, eine eigene Grünfläche zu bewirtschaften. Die sechs mal sechs Meter großen, von einer Hecke gesäumten Garteninseln sind unregelmäßig in den Außenanlagen angeordnet und können kostenlos angemietet werden. Die Gemeinschaftsflächen sind mit Sitzmöglichkeiten, Spielgeräten, Wäscheständern, u.a. ausgestattet und besitzen eine direkte Anbindung an die Ost-West-Erschließung. In Richtung Nord-Süd wird der Gartenhof mit einem fließenden Wege-Mäander durchzogen, der sich je nach Bedarf aufweitet. Durch dieses neue Wegenetz öffnet sich das Viertel nach außen und wird dadurch zu einem der attraktivsten auf der Elbinsel.