Philharmonie Peking

Projektinformation

Für die Philharmonie in Peking wird eine klare Architektur vorgeschlagen, die durch ihre zeitlose erhabene Haltung auf zurückhaltende elegante Weise die Musik als ihre wichtigste Funktion inszenieren soll. Unaufgeregt und minimalistisch präsentiert sich ein selbstbewusstes Gebäude an exponierter Stelle: an Park und Wasser gelegen, in direkter Nachbarschaft zum Worker´s Stadium verhält sich der Baukörper ruhig und ungerichtet, ohne Rückseiten auszubilden. Die auf den ersten Blick einfache Form bildet den Raum/ Rahmen für ihren unschätzbar wertvollen Inhalt: sie ist die Bühne für die Musik. In Anlehnung an die Muschel mit ihren rauen festen Schalen, die die Perle in ihrem Inneren schützt und bewahrt, ist die Kubatur des Gebäudes in zwei „harte“ geschlossene Bereiche gegliedert: Dach und Sockel, die in ihrer Mitte das Herzstück, den großen Saal, umschliessen. Der geschlossene Sockel beinhaltet die privaten und untergeordneten Funktionen und bildet zugleich die Plattform für das öffentliche Foyer aus. Dieses umfasst als fließender Übergangsraum den Großen Saal auf ganzer Höhe und stellt durch seine transparente Fassade den Bezug von Außenraum und Innenraum her. Park, Wasser und Stadt spiegeln sich in der gläsernen Haut, wobei das innere Leben des Foyers je nach Tageszeit unterschiedlich stark nach außen tritt. Bei dieser Inszenierung übernimmt der strahlende, geheimnisvoll anmutende Große Saal die tragende Hauptrolle. Das hohe auskragende Dach bildet den krönenden Abschluss. Es wird getragen von umlaufenden schlanken Betonsäulen und öffnet sich oberhalb des Großen Saals zum Himmel.

Ort Peking, China
Wettbewerb 2014
BGF 26.570 m²
BRI 192.000 m³