
Am 13. Oktober 2026 wurde Prof. Eckhard Gerber 88 Jahre alt. Seit sechs Jahrzehnten prägt er als Architekt und Landschaftsarchitekt die Baukultur im In- und Ausland. Aus der 1966 in Meschede gegründeten „Werkgemeinschaft 66“ entwickelte sich das international tätige Büro Gerber Architekten mit Hauptsitz in Dortmund und weiteren Standorten in Deutschland, Saudi-Arabien und China. Zu seinem 88. Geburtstag kamen die Teams aller Standorte zusammen.
1938 im thüringischen Oberhain geboren, studierte Eckhard Gerber Architektur an der Technischen Hochschule Braunschweig. Seit 1979 ist sein Büro in Dortmund ansässig, wo er bis heute als geschäftsführender Gesellschafter tätig ist.
Zu den bedeutenden Projekten seiner Laufbahn zählen die Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen, die Neue Messe Karlsruhe und die King Fahad Nationalbibliothek in Riad. Dort entstanden auch die STC Station des Metronetzes sowie die Master- und Landschaftsplanung für den King Salman Park. In Dortmund prägen unter anderem das Harenberg City-Center, der RWE Tower und der Umbau des Dortmunder U das Stadtbild. Die Berufskollegs am Dortmunder U wurden 2018 mit dem nordrhein-westfälischen Schulbaupreis ausgezeichnet.
Über drei Jahrzehnte lehrte Eckhard Gerber an der Universität Essen sowie in Wuppertal, wo er von 1995 bis 1999 Dekan des Fachbereichs Architektur war. Er engagierte sich zudem für die Umnutzung des ehemaligen Museums am Ostwall zum Baukunstarchiv NRW. 2021 wurde er mit dem Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet.
Sein 88. Geburtstag fällt in ein besonderes Jahr der Bürogeschichte: 2026 feiert Gerber Architekten sein 60-jähriges Bestehen. Einen weiteren Einblick in das architektonische Schaffen von Eckhard Gerber wird das in Kürze erscheinende dritte Baukunstbuch geben, das sich mit seinem Werk und seiner gestalterischen Haltung auseinandersetzt. Auch nach sechs Jahrzehnten prägt Eckhard Gerber die Entwicklung und architektonische Ausrichtung des Büros bis heute.
Foto: © Jürgen Landes

Mit 145 öffentlich geförderten Wohnungen und einem neu gestalteten Quartiersplatz ist an der Bremer Straße in Hamburg-Harburg ein Wohnensemble entstanden, das zeitgemäßes Wohnen mit der Geschichte des Ortes verbindet. Die feierliche Eröffnung des Quartiersplatzes am 9. Oktober 2026 markiert den Abschluss des mehrjährigen Planungs- und Bauprozesses für den Eisenbahnbauverein Harburg eG.
Der Entwurf von Gerber Architekten ergänzt die teilweise denkmalgeschützte Siedlung aus den 1920er-Jahren um drei neue Bausteine. Eine einheitliche Formsprache und Materialität verbinden die Neubauten zu einem charakteristischen Ensemble, das sich in den Bestand einfügt und den Eingang zur Harburger Innenstadt stärkt. Die zusammenhängende Dachlandschaft mit unterschiedlich geneigten Dachflächen vermittelt zwischen den Geschossigkeiten der bestehenden Gebäude. Sie gliedert die Baukörper und lässt das Bild einer Folge einzelner Stadthäuser entstehen.
Auch die Freiräume tragen zur Weiterentwicklung des Quartiers bei. Rund um den neuen Quartiersplatz entsteht ein räumlicher Zusammenhang zwischen den Wohnanlagen an der Bremer Straße und am Gottschalkring. Grünflächen und Wege sowie Angebote zum Spielen, Bewegen und Verweilen ergänzen die Wohnbebauung und richten sich an unterschiedliche Altersgruppen. Unterstützt wurde die Gestaltung des Wohnumfelds durch das Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung (RISE).
Rendering © Gerber Architekten

Isabelle McKinnon, Managing Director von Gerber Architekten International in Saudi-Arabien, sprach in Riad mit führenden Branchenvertretern über die zukünftige Entwicklung von Wüstenstädten. Von unserem Büro in Riad aus bringen wir internationale Planungserfahrung und lokale Expertise in die Entwicklung nachhaltiger urbaner Lebensräume ein.
Im Mittelpunkt des Austauschs stand die Frage, wie das städtische Wachstum auf die besonderen Bedingungen arider Regionen reagieren kann. Klimagerechte Planung, ressourceneffiziente Infrastruktur und das Verständnis für die lokale Identität waren dabei zentrale Themen.
Bei Gerber Architekten begegnen wir diesen Herausforderungen durch die enge Verknüpfung von Architektur, Landschaftsarchitektur und Städtebau- ein Ansatz, der auch unsere Arbeit am King Salman Park in Riad prägt. Die ganzheitliche Planung von Gebäuden, Freiräumen und Infrastruktur integriert Umweltstrategien- von der Schaffung von Schatten bis zum effizienten Umgang mit Wasser und Energie.
Die Qualität einer Stadt zeigt sich auch im Alltag: in gut zugänglichen öffentlichen Räumen, Möglichkeiten zur sozialen Begegnung und angenehmen Aufenthaltsorten. Diese Qualitäten zu schaffen und gleichzeitig den Charakter der Wüstenlandschaft zu respektieren, ist ein wichtiger Schwerpunkt unserer Arbeit in der Region.
Fotos: © GM Architecture Network

Beim internationalen Architekturforum SHARE Georgia 2026 in Tbilisi präsentierte Denis Lacej, Design Principal bei Gerber Architekten, den Entwurf für den King Salman Park, der in der saudi-arabischen Hauptstadt Riad entsteht. Darüber hinaus beteiligte er sich an einer Podiumsdiskussion über die Rolle künstlicher Intelligenz in der Architektur.
Das Forum brachte internationale Architekturbüros wie Foster + Partners, Herzog & de Meuron, Henning Larsen und LAVA sowie Architekturschaffende aus der Region zusammen und bot Raum für den fachlichen Austausch über aktuelle Entwicklungen und Zukunftsfragen der Architektur.
Mit dem King Salman Park entsteht auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens in Riad eine der größten urbanen Parklandschaften der Welt – etwa fünfmal so groß wie der New Yorker Central Park. Klimaangepasste Vegetation, eine nachhaltige Wasserversorgung und die Förderung der Biodiversität bilden zentrale Bestandteile des Konzepts und sollen zur Verbesserung des Stadtklimas beitragen.
In seinem Vortrag gab Denis Einblicke in die Entwurfsidee und die ökologischen Grundlagen des Projekts. Die anschließenden Fragen aus dem Publikum boten Gelegenheit, einzelne Aspekte des Konzepts weiter zu vertiefen.
Im Rahmen der Podiumsdiskussion tauschte er sich zudem über die Potenziale und Herausforderungen künstlicher Intelligenz sowie ihre Auswirkungen auf zukünftige Planungs- und Entwurfsprozesse aus.
Foto: © Share Architecture

Mit der Grundsteinlegung am 25. September 2026 nimmt der neue Standort der Sparkasse Holstein in Trittau weiter Gestalt an. Nach unserem Entwurf entsteht an der Poststraße ein gemischt genutztes Gebäude mit Sparkassenfiliale, Wohnungen und Gewerbeflächen.
Der Entwurf fügt sich mit seinem zur Straße orientierten Giebel, rotbraunem Klinker und anthrazitfarbenem Satteldach in den städtebaulichen Kontext rund um Bürgerhaus und Europaplatz ein. Mehrere Lichthöfe sorgen für natürliche Belichtung und strukturieren das Gebäude im Inneren.
Auch Nachhaltigkeit ist Teil des Konzepts: Vorgesehen sind eine Photovoltaikanlage, eine Ausführung in Anlehnung an den KfW-40-Standard sowie eine angestrebte DGNB-Zertifizierung in Gold.
Die Fertigstellung ist für Frühjahr 2028 geplant.
Foto: © Christian Schaffrath: v.l.n.r.: Oliver Mesch (ehem. Bürgermeister Trittau), Karsten Holst (Gerber Architekten), Oliver Schuldt (Geschäftsführer Friedrich Schütt + Sohn Baugesellschaft mbH & Co KG), Patrick Marsian (Bürgermeister Trittau), Joachim Koop (Filialleitung Sparkasse Holstein in Trittau) Michael Ringelhann (Vorstandsmitglied Sparkasse Holstein)

Mit der Grundsteinlegung am 17. September beginnt am Friedrich-Ebert-Damm in Hamburg-Wandsbek sichtbar die Realisierung eines neuen Wohnquartiers nach dem Entwurf von Gerber Architekten. Für die SAGA Unternehmensgruppe entstehen in zwei Bauabschnitten 236 öffentlich geförderte Wohnungen, darunter 43 barrierefreie Wohnungen.
Der Entwurf reagiert sensibel auf den städtebaulichen Kontext und vermittelt zwischen der urbanen Lage am Friedrich-Ebert-Damm und der angrenzenden Gartenstadt-Bebauung. Mit einer differenzierten Höhenentwicklung, Klinkerfassaden, großzügigen Loggien sowie begrünten Flachdächern mit Photovoltaikanlagen verbindet das Projekt architektonische Klarheit mit Nachhaltigkeit und Nutzerorientierung.
Gleichzeitig schafft das Vorhaben dringend benötigten bezahlbaren Wohnraum und stärkt den Wohnungsmix im Quartier – insbesondere auch für Familien. Durch die Neuplanung kann die Wohnfläche von rund 11.000 m² auf über 17.000 m² erhöht werden.
Wir freuen uns, mit diesem Projekt einen Beitrag zu einer zukunftsfähigen und qualitätsvollen Wohnraumentwicklung in Hamburg zu leisten.

Im Rahmen eines Besuchs in ihrem Wahlkreis war Sabine Poschmann, Mitglied des Deutschen Bundestages und Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, zu Gast bei Gerber Architekten.
Im Mittelpunkt des Austauschs standen aktuelle Herausforderungen der Planungs- und Baubranche, insbesondere die Stärkung von Wettbewerbsverfahren sowie die Bedeutung von Baukultur für qualitätsvolles und nachhaltiges Planen und Bauen.
Anhand ausgewählter nationaler und internationaler Projekte aus den Bereichen Schulbau, Wohnungsbau und Forschungsbauten gab Gerber Architekten Einblicke in aktuelle Aufgabenstellungen und unterschiedliche Planungskontexte. Auch internationale Projekte wie der King Salman Park waren Teil des Gesprächs.
Der persönliche Austausch bot Gelegenheit, Perspektiven aus der Planungspraxis einzubringen und über die Rahmenbedingungen für die Zukunft des Planens und Bauens zu sprechen. Im Fokus standen dabei Fragen nach Qualität, Nachhaltigkeit und der Verantwortung von Architektur.
Foto: v.l.n.r.: Benjamin Sieber, Sabine Poschmann, Eckhard Gerber

Beim 12. CREDAWARD am 11. September in Shanghai wurden zwei Projekte von Gerber Architekten ausgezeichnet. Der internationale Architektur- und Designpreis zählt zu den etablierten Auszeichnungen der Branche in China. Der King Salman Park, der unter der Federführung von Gerber Architekten gemeinsam mit den Ingenieurbüros Buro Happold und Setec im Auftrag der King Salman Park Foundation entwickelt wird, setzte sich gegen 935 Projekte von 271 Organisationen aus mehr als 30 Ländern und Regionen durch und erhielt Gold in der Kategorie „Future (Concept) Project“. Die SUSTech School of Medicine wurde mit einem Excellence Award in der Kategorie „Social Public Project“ ausgezeichnet. Mit den beiden Auszeichnungen würdigt der CREDAWARD Projekte, die gestalterische Qualität, Nachhaltigkeit, Nutzerorientierung und städtebauliche Wirkung in unterschiedlichen Maßstäben zusammenführen. Geschäftsführer Thomas Lücking und Projektleiter Pin Lu nahmen an der Preisverleihung in Shanghai teil.
Der King Salman Park entsteht auf dem Gelände eines ehemaligen Militärflughafens nahe dem Zentrum von Riad und umfasst 16,9 km². Inspiriert von den für die Region charakteristischen Wadis verbindet der Entwurf Landschaft und Architektur zu einer neuen Parklandschaft. Im Fokus stehen die ökologische Erneuerung und die Schaffung öffentlicher Räume für eine Stadt in einer ariden Region. Das Projekt zählt zu den zentralen Vorhaben der Vision 2030 in Saudi-Arabien.
Die SUSTech School of Medicine in der Xili University Town in Shenzhen umfasst rund 164.000 m² Bruttogrundfläche. Gemeinsam mit dem auf der gegenüberliegenden Seite des Dasha River entstehenden Universitätsklinikum bildet sie ein zusammenhängendes medizinisches und akademisches Ensemble. Offene Erdgeschosse, abgesenkte Plätze, Gartenterrassen und Skybridges prägen den Campus. Die Integration von Landschaft und Architektur schafft Räume für Lehre, Forschung und alltägliche Begegnung. Die Medical School befindet sich in der letzten Bauphase.
Foto: © Credaward, v. l. n. r.: Du Pengzhan, Chefarchitekt, Zentrum für Ingenieur- und Entwurfsmanagement, Bauamt der Stadt Shenzhen; Chen Jianbang, Leiter der Abteilung für Planung und Entwicklung bei Shui On Land und Konzernleiter für Nachhaltigkeit; Thomas Lücking, Geschäftsführer von Gerber Architekten International; Pin Lu, Projektleiter bei Gerber Architekten International