Chemisches Landes- und Staatliches Veterinäruntersuchungsamt Münster

Zwei leicht versetzt angeordnete, quadratische Baukörper mit schlichten weißen Putzfassaden und horizontalen Fensterbändern ergänzen sich zu einem Ensemble. Die Aufteilung in ein Hauptgebäude und ein kleineres Nebengebäude, in dem sich die Sektionshalle befindet, ermöglicht bei Seuchengefahr die Separierung der gefährdeten Bereiche von den übrigen Funktionen.

Die beiden jeweils um einen Innenhof angelegten, kompakten Gebäude verstehen sich als Solitäre inmitten der umgebenden Grünfläche, die sich atmosphärisch bis in die gärtnerisch gestalteten Höfe hinein fortsetzt. Nord- und Ostflügel des Hauptgebäudes sind einbündig angelegt und prägen mit ihren gläsernen, filigranen Pfosten-Riegel-Fassaden zum Gartenhof die Atmosphäre des Gebäudes. Im Erdgeschoss sind diese Bereiche auch nach außen komplett verglast und leicht zurückversetzt, so dass sich das Gebäudevolumen optisch reduziert und der massive Baukörper leichter und transparenter wirkt. Eine einläufige Treppe im Eingangsfoyer des Ostflügels verbindet auf der Innenhofseite alle Geschosse miteinander und unterstützt das Konzept der Offenheit und Transparenz.

Die zweibündig organisierten West- und Südflügel sorgen für eine enge kommunikative Verflechtung der Arbeitsräume und eine wirtschaftliche Gebäudestruktur. Die windmühlenflügelartige Anordnung der Büros im Grundriss ermöglicht die Öffnung der Flure an den Stirnseiten, die hier auf ganzer Höhe die Fassaden unterbrechen.

In direkter Verlängerung der Eingangshalle ist das Nebengebäude im Süden über einen Glasgang mit dem Hauptgebäude verbunden. Die zweigeschossige Sektionshalle ist in den Hof des Nebengebäudes eingestellt und wird von Norden belichtet.

Der im Vergleich zur Straße leicht abgesenkten Lage des Grundstücks wurde mit einem Sockelgeschoss und einer Brücke zum Haupteingang im Erdgeschoss Rechnung getragen.

Ort Münster
Wettbewerb 2000
Bauzeit 2001 - 2003
BGF 14.253 m²
BRI 54.033 m³