Dortmunder Volksbank eG

Eine markante, ausladende Dachscheibe fasst den Altbau aus den 1960er-Jahren und den Neubau zu einer Einheit zusammen. Diese zeigt die historische Entwicklung des Bankhauses und integriert den Bestand als sichtbares Relikt seiner Geschichte in das moderne, transparente Konzept. Es entsteht ein Dialog zwischen Alt und Neu, der den Ausgangspunkt für die räumliche Disposition und die Wahl der Materialien bildet.

> Innendesign

Dem winkelförmigen Altbau wird ein zweiter Gebäudewinkel gegenübergestellt, der sich am Straßenverlauf und der östlichen Nachbarbebauung orientiert. Eine große, über alle Geschosse reichende Kundenhalle unter einem verglasten Dach verbindet die beiden L-förmigen Baukörper. Zwischen den Gebäudewinkeln verbleiben gläserne Fugen, die die Kundenhalle zum Stadtraum öffnen und einen Ausblick zu den beiden nahegelegenen Kirchen bieten. Der Neubau ist an der Ecke Betenstraße/Viktoriastraße gegenüber dem Altbau zurückgesetzt, während das flache Dach weit auskragt und eine eindeutige Eingangssituation formuliert. Der öffentliche Raum fließt somit gleichsam in das Bankgebäude hinein und verleiht der Kundenhalle den Charakter einer halböffentlichen Piazza.

Erreichte man den Altbau früher nur über eine Treppe, ist die Kundenhalle nun ebenerdig zugänglich. Das Sockelgeschoss des Altbaus bleibt jedoch auch im Innenraum sichtbar erhalten, so dass die unterschiedlichen Ebenen einen spannungsvollen Gesamtraum formen aber gleichzeitig eine barrierefreie Erschließung gesichert ist.

Das filigran anmutende Dach ist vom bestehenden Gebäude durch ein zurückspringendes Fensterband getrennt und scheint über dem Ensemble aus Alt und Neu zu schweben. Die mit Naturstein verkleideten Lochfassaden des Altbaus stehen im bewussten Kontrast zu den modernen Glasfassaden. Dieser Gegensatz von Geschlossenheit und Transparenz, Massivität und Leichtigkeit setzt sich im Innenraum fort und prägt das gesamte Gebäude.

Ort Dortmund
Wettbewerb 1. Preis, 1998
Bauzeit 1999 - 2001
BGF 7.154 m²
BRI 29.836 m³