Erweiterung des Rathauses in Ahrensburg

 

Der Erweiterungsbau des Ahrensburger Rathauses ist als klarer, formal ruhiger Baukörper konzipiert, der den südlichen Abschluss des Rathausvorplatzes bildet, ohne mit dem bestehenden Gebäude mit seinem Haupteingang zu konkurrieren. Das eher schmale, aber tiefe und kompakte Volumen auf der Straßenseite ermöglicht großzügige Verbindungen zum Park. Die Tiefgaragenein- und -ausfahrt befindet sich an der Südseite des Neubaus, so dass sich der Auto- und Personenverkehr nicht kreuzen.
Das Foyer des Erweiterungsbaus wird über den erweiterten Rathausvorplatz erschlossen. Eine zum Park hin verlaufende dachverglaste Kaskadentreppe verbindet alle Geschossebenen miteinander und ermöglicht einen schönen Blick ins Grüne. An der Westseite jedes Geschosses rahmt ein Pausen-/Logiebereich mit Teeküche den Blick auf den neuen Park ein. Im 1. Obergeschoss ist eine innere Anbindung an das bestehende Gebäude in Form eines gläsernen Korridors vorgesehen. Die Fassade aus weiß pigmentierten Betonfertigteilen strahlt Ruhe und Diskretion aus und übt angemessene Zurückhaltung vor dem denkmalgeschützten Hauptgebäude des Rathauses.

Grundprinzip des Konzepts ist, dass die energetische und klimatische Funktion des Gebäudes an die Umgebung und die Nutzung angepasst wird, so dass Architektur und Haustechnik bereits im Entwurf auf die klimatisch-energetischen und nutzungsspezifischen Anforderungen reagieren. Sinnvolle passive und aktive Maßnahmen und eine optimierte Nutzung der natürlichen Ressourcen tragen dazu bei.

Der neu geschaffene Park orientiert sich mit seinen Funktionen und Freiräumen an bestehenden und neuen Verbindungen. Eine zentrale und offene Mitte des Parks ist als öffentliche Rasenfläche geplant. Dies ermöglicht eine gute Orientierung und Sichtbezüge zu allen Funktionen und Zugängen des Parks.

 

Ort Ahrensburg, Deutschland
Wettbewerb 1.Preis 2020
BGF 1.900 m²