Die Fachhochschule liegt am Übergang zwischen Stadtraum und freier Landschaft am Fuß des Fritzbergs, der durch seine Topographie und Weite einen besonderen Ort im Stadtgebiet von Recklinghausen darstellt. Dem vorhandenen, den Berg hinaufführenden Hohlweg folgend, gruppieren sich die drei Neubauten entlang eines ansteigenden, schmalen Forums. Die Anordnung aller Baukörper im Westen des Grundstücks in direkter Nachbarschaft zur bestehenden Siedlung belässt weite, zusammenhängende Flächen frei von Bebauung und stellt die solitäre Lage der Justizakademie auf dem Berg nicht infrage.
Den Auftakt zum Forum und den Übergang vom Stadtgebiet zum Campus bildet im Südwesten das Zentralgebäude mit Mensa und Bibliothek. Im Anschluss daran folgt das Hauptgebäude mit den Räumen der Chemieingenieurwissenschaften, der Materialtechnik und des Wirtschaftsingenieurwesens. Der Gebäuderiegel für Wirtschaft, Verwaltung und das Sprachenzentrum befindet sich nördlich des Forums, das mit seinen breiten Stufen nach Westen ausgerichtete Sitzgelegenheiten bietet, die zum Verweilen und zur Kommunikation einladen. Alle Bereiche der Fachhochschule werden von hier aus auf unterschiedlichen Niveaus erschlossen.
Neben den Stufen und den landschaftsplanerischen Elementen prägen in erster Linie die mit großformatigen Holztafeln verkleideten Hörsäle das Forum. Sie treten aus der Flucht der schlichten, weiß verputzten Baukörper nach außen und innen als besondere Elemente hervor. Gliedernden Holzfensterbänder und große Glasflächen strukturieren darüber hinaus die einzelnen Bauten und betonen deren Eingänge.
Ort | Recklinghausen |
Wettbewerb | 1. Preis 1995 |
Bauzeit | 1997 – 1999 |
BGF | 19.480 m² |
BRI | 83.853 m³ |