Zentrum für Integrative Infektionsforschung (CIID)
der Universität Heidelberg

Projektinformation

Mit dem neuen Zentrum für Integrative Infektionsbiologie (kurz: CIID – Centre for Integrative Infectious Disease Research) verfolgt die Universität Heidelberg einen in Deutschland bisher einmaligen Ansatz der Kombination exzellenter Grundlagenforschung an medizinisch bedeutsamen Infektionserregern. Modernste Methoden der Biophysik, Physikalischen Chemie, Chemischen Biologie und Nanotechnologie werden in den Laboren des CIID entwickelt und angewendet. Der Forschungsbau befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft führender Einrichtungen der Medizin und der Naturwissenschaften und präsentiert sich in seiner Gesamtstruktur als miteinander verwobene Einheit. So fügt sich der elegante anthrazitfarbene Baukörper wie ein fehlendes Puzzleteil in dieses Cluster ein und bildet mit einer selbstverständlichen Eigenständigkeit eine Art „Schlussstein“ innerhalb des Gebäudeensembles.

Auch die unterschiedlich großen Fensteröffnungen auf der Südseite sowie durchgehende Fensterbänder im Norden bestimmen das Fassadenbild mit. Ein aus der Südfassade hervorspringendes, über zwei Geschosse gehendes Fensterelement lenkt den Blick direkt in den vor dem Gebäude liegenden botanischen Garten. Auf der Eingangsseite des Zentrums lässt die vollverglaste Erdgeschosszone das Gebäudevolumen des CIID nahezu schweben. Im Inneren wird diese Forschungseinrichtung durch eine orientierungsgebende Magistrale mit einem geschossübergreifenden Luftraum und Oberlichtband sowie einer offenen Kaskadentreppe in einen Forschungs- und Verwaltungsbereich unterteilt. Mit diesem über alle Geschosse durchlaufenden Weg soll die notwendige Kommunikation, der Austausch der Wissenschaftler auf ihren Wegen und Begegnungen im Gebäude gefördert werden. Darüber hinaus ist unter dem durchlaufenden Luftraum der Treppenmagistrale die Durchlüftung der nächtlichen natürlichen Kühlung gewährleistet. Die Labore sind nach Norden hin orientiert, die Büro- und Besprechungsräume mit Blick in den Botanischen Garten nach Süden. Im inneren Kern des Gebäudes sind die Technik- und sonstigen notwendigen Nebenräume untergebracht. Zudem ermöglicht eine zweigeschossige Brücke eine Verbindung zum Nachbargebäude 324 und schließt damit direkt an das Cluster des „Theoretikums“ an.

Ort Heidelberg, Deutschland
Verhandlungsverfahren Zuschlag 2012
Bauzeit 2014–2017
BGF 5.380 m²
BRI 23.400 m³